
Frisch hier
Mitglied seit: 2010-05-06
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Ich weiß zwar nicht, ob ich im Nachhinein sagen kann, dass mir dieses Forum geholfen hat, da es mich manchmal mehr beunruhigt als beruhigt hat, ich möchte aber trotzdem erzählen, wie es mir ergangen ist – in der Hoffnung, einigen von euch ein bisschen die Angst nehmen zu können. Zunächst einmal: Ich habe einen Abischnitt von 2,4 und zu meinen Noten im Studium zählen eine 4,0, eine 3,7 und eine 3,3. Ich wurde trotzdem aufgenommen. Genau aufgrund der Panik, die manche Beiträge in diesem Forum verbreiten, hatte ich große Angst vor dem Auswahlwochenende und konnte nicht glauben, nette Leute kennenzulernen. Aber so war es tatsächlich, ungefähr die Hälfte der Menschen würde ich als wirklich nett, offen und freundlich bezeichnen, das hat mir das Ganze sofort erleichtert. Die Gruppendiskussionen sind total gut gelaufen, jeder hatte etwas zu sagen. Ich dachte vorher, ich sei überhaupt nicht zu einer Diskussion fähig, aber das stimmte nicht, mir sind zu allen Themen gute Sachen eingefallen. Wichtig scheint mir, dass ihr selbst nicht zu viel redet und die anderen zu Wort kommen lasst. Die Einzelgespräche sind auch total super gelaufen, ich hatte zwei wirklich nette und offene Prüfer, die wissen wollten, was ich später machen möchte, wo ich im Leben stehe, was ich mir von der Stiftung erhoffe, wie ich mich später gesellschaftlich engagieren möchte und so weiter. Es sind tolle Gespräche zustande gekommen, und ich habe sofort gemerkt, dass die Prüfer weniger an meinen Noten (denn wer am Auswahlseminar teilnimmt, hat sowieso überdurchschnittlich gute Noten) interessiert waren, sondern an meinem Lebenslauf und meinem Charakter. Und nein, ich habe noch nie irgendeinen Wettbewerb gewonnen, ich betreibe keine Sportart, ich bin nicht zweisprachig aufgewachsen, ich komme aus einer Nicht-Akademiker-Familie und ich engagiere mich auch nicht gesellschaftlich. Da mag jetzt jeder von halten, was er will. Ich hatte jedenfalls den Eindruck, dass das Bild, das die Stiftung von sich vermittelt, völlig zutrifft: Gesucht werden meiner Einschätzung nach KEINE Fachidioten und Menschen, die nur auf ihr Studium fixiert sind, sondern Menschen, die wissen, was sie vom Leben wollen und die begeistert von dem sind, was sie tun. Deshalb möchte ich alle ermuntern, denen es genauso geht, wie es mir ging, die sich eigentlich in der Studienstiftung fehl am Platz fühlen: Fahrt hin, habt Spaß, und wenn ihr Glück habt, geht es euch wie mir: Ihr lernt tolle Menschen kennen und werdet am Ende auch noch aufgenommen! |
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